archiv / dokumentation
Hier werden bisherige Veranstaltungen und Aktivitäten des Instituts für Queer Theory dokumentiert - in Form eines Terminkalenders, der links zu ausführlichen Dokumentationen einzelner Projekte enthält.
sommer 2008
Panel-Diskussion mit Inputs
Feminismus Staatsaufgabe? Wirtschaftsfaktor? Revolte?
Feminism government's mission? economic factor? insurrection?
foto:Jörg Lipskoch / I shot
Who are the actors in feminist politics today? Did feminism turn into a field of official politics, defined by president's election campaigns, federal administration, global economic strategising, and academic career management? Does it make any sense at all to combine the terms feminism and insurrection today? And secondly: How does feminist practice deal with the fact that gender relations are no longer understood as structured exclusively by the category of gender, but by various processes of social differentiation like education, post/colonialism, economic globalization, racism, heteronormativity? The idea of a simple binary of male versus female is widely challenged. How is this insight taken up by feminisms? Is queer feminism a promising answer to these questions?
Freitag 08. August 2008, 17.00 - 20.30 Uhr,
im Radialsystem V, Holzmarktstr. 33, Berlin-Ostbahnhof
mit
María do Mar Castro Varela (Berlin)
Marina Grzinic (Ljubliana, Slovenia)
Rosa Reitsamer (Vienna, Austria)
Tiina Rosenberg (Lund, Sweden)
Chris Straayer (New York, U.S.)
Tim Stüttgen aka Timi Mei Monigatti (Berlin)
> Abstracts "Feminismus - Staatsaufgabe? Wirtschaftsfaktor? Revolte?"
moderiert von
Antke Engel (Institute for Queer Theory, Berlin)
Veranstaltet in Kooperation mit dem Festival
Femmes 'R' Us. Feminismus in Pop Musik Kunst Film heute
kuratiert von Ina Wudtke and/und Christine Lang
www.femmes-breaks.com

foto: Jörg Lipskoch / I shot
winter 2007/2008
oktober 2007
Multimedia-Performance
Mourning Derrida
von und mit
Janice Perry
Anlässlich seines Todes im Jahre 2004 hat sich die US-amerikanische Performance Künstlerin und Kabarettistin Janice Perry drei Tage lang in den Philosophen Jacques Derrida hineinversetzt, den Dialog mit ihm gesucht und sein dekonstruktives Denken verkörpert.
Die so entstandene Video-Collage wird durch eine Life-Performance ergänzt. So vermittelt Perry Uneingeweihten ein Verständnis von Derridas Denken. Sie betrauert seinen Tod, zögert jedoch nicht, die Dekonstruktion selbst zu dekonstruieren.
Donnerstag 25. Oktober 2007, 20.00 Uhr, im ICI/Kulturlabor, Christinenstr. 18/19 (Pfefferberg Haus 8).
Veranstaltet in Kooperation mit dem Institute for Cultural Inquiry (ICI Berlin)
dezember 2007
Workshop
Perform: Ökonomie, Sexualität, Geschlecht
Organisiert in Kooperation mit Stefanie v. Schnurbein (HU Berlin, Nordeuropa Institut) und
Renate Lorenz / Volker Woltersdorff (FU Berlin, SFB Kulturen des Performativen)
07./08.12.2007, im ICI/Kulturlabor, Christinenstr. 18/19 (Pfefferberg Haus 8).
sommer 2007
Veranstaltungsreihe
Sexualpolitiken, Recht und Repräsentation
in Kooperation mit Susanne Krasmann (PD Institut für Kriminologische Sozialforschung, Uni Hamburg), Chris Regn (galerie broll / bildwechsel) und Stefanie Bentrup, Wiebke Frieß, Do. Gerbig, Claudia Jachnik, Janna Joke Janssen, Janina Johannsen, Melani Klaric, Karin Kröll.
mai 2007
Vortrag (in englischer Sprache)
Sexual Politics, Torture, and Secular Time
Judith Butler (Maxine Elliot Professor, University of California, Berkeley)
Fr 18. Mai, 18.30Uhr
Universität Hamburg, Hauptgebäude, Hörsaal A
Edmund-Siemers-Allee 1, Hamburg DammtorFreiheit gilt als ein zentraler Wert westlicher Gesellschaften. Als Bestandteil eines säkulären Fortschrittsmodells fungiert Freiheit zugleich als politisches Instrument einer Zivilisierungsmission, die rassistische Migrationspolitik und heteronormative Sexualpolitik miteinander verschaltet und letztlich sogar Folter rechtfertigt.
>Judith Butler im Interview mit Nina Schulz
Workshop (in deutscher Sprache)
Queer, Sexualpolitiken und der Menschenrechtsdiskurs
Sa 19. Mai 2007, 10.30 - 20.00UhrAusstellung
Behauptungen ausstellen :: Haltungen einnehmen :: Strike a pose!
Im Workshop wird die von Butler aufgeworfene Frage nach dem Freiheitsbegriff im westlichen Fortschrittsdenken bezogen auf die ambivalente Politik der Menschenrechte zugespitzt. Welche Bedeutung kommt dem Menschenrechtsdiskurs in den geschlechter- und sexualpolitischen Kämpfen zu und welche kritischen Einwände gibt es gegen den Bezug auf die Menschenrechte? Aus queer theoretischer Sicht werden einerseits das zumeist heteronormative Menschenbild sowie die verborgenen Machtpolitiken und der Universalismus des Menschenrechtsdiskurses problematisiert. Andererseits hat die Berufung auf Menschenrechte in den weltweiten Frauen- und Homobewegungen eine lange Tradition, und auch im Kontext der Intersexualitäts- und Transgender-Bewegungen erscheint sie als wichtiges Instrument, um gegen die rechtlichen, medizinischen und sozialen Praxen der Zurichtung im Sinne der Zwei-Geschlechter-Ordnung vorzugehen. In welchem Verhältnis stehen diese Strategien zu dem queeren Anspruch, die Regimes normativer Heterosexualität und rigider Zweigeschlechtlichkeit in Frage zu stellen, ohne dabei erneut normative Zuschreibungen und Ausschlüsse, Hierarchisierungen und Normierungen zu produzieren? Kann es queere Menschenrechtspolitiken geben und wenn ja, wie könnten diese aussehen? 16. 30. Mai 2007,
Kirchenallee 25, Hamburg Hauptbahnhof
Eine Kooperation der Galerie Helga Broll (www.galerie-broll.com) mit dem Institut für Queer Theory (www.queer-institut.de) und bildwechsel. Dachverband für Frauen / Medien / Kultur (www.bildwechsel.org)
Die Ausstellung befasst sich mit den Prozessen der Herstellung von Zweigeschlechtlichkeit, ihrer Gewaltförmigkeit, dem produktiven Scheitern an ihr und den Strategien des Unterlaufens geschlechtlicher Eindeutigkeit.
Mit der Hilfe von Zeichen :: Sprachen :: Bildern verfolgen die Teilnehmer_innen die Konstruiertheit von Zweigeschlechtlichkeit, deren Ordnungen :: Vokabularien :: Referenzen ihre Verbindungen und Grenzen durch die Ausstellungsräume ziehen.
Gesucht :: postiert :: gefunden? werden die Körper, die als Fixpunkte und Austragungsflächen nicht glatt in den Normen der Zweigeschlechtlichkeit aufgehen können und wollen, sondern als Orte des (produktiven) Scheiterns Spuren hinterlassen und Zeichen setzen, die der Eindeutigkeit ein Schnippchen schlagen und wünschenswerter Weise wahrscheinlich „das System“ in Gefahr bringen.
Programm im Kontext der Ausstellung
27-29. April Workshop „queer Kunst machen“
Sa 12. Mai Filmabend „die gefühlte Hose“ (Metropolis Kino)
Mo 14. Mai Performances mit Evi Nic und C und Erich (Queer Monday, Buttklub)
> Doku "Sexualpolitiken, Recht und Repräsentation"
winter 2006/2007
Projekt (Wintersemester 06/07)
Queer und der Menschenrechtsdiskurs - eine skeptische Annäherung mit Blick auf Transgender- und Intersex-Politiken
in Kooperation mit der AG 1-0-1 intersex (Berlin), der AG Queer Studies der Uni Hamburg und den Geschlechtermultiplikator_innen (Bremen)
januar 2007
Vortrag
Bis hierhin und nicht weiter? Intersex- und Transgenderbewegung im Dialog
Jannik Franzen, InsAKrominga, Moderation: Ulrike Klöppel
10. 01.2007, 19.00 Von-Melle-Park 6, Hörsaal F, Universität Hamburg
Kooperation mit Ringvorlesung "Jenseits der Geschlechtergrenzen"
dezember 2006
Vortrag (in English)
'The Subject ' and the Politics of Philosophy in Feminist Theory
Tuija Pulkkinen (Philosophin und Professorin für Women's Studies,
Universität Jyväskylä, Finnland)
Fr 01.12.2006, 19.00, Von-Melle-Park 6, Hörsaal F, Universität Hamburg
Kooperation mit Ringvorlesung "Jenseits der Geschlechtergrenzen"
wintersemester 2006/2007
Uni-HH Gender Seminar
Transgender und Intersexualität. Politische Allianzen und Kontroversen
Ulrike Klöppel (Dipl. Psychologin,Medizingeschichte Charité Berlin)
Ulrike Hennecke (Dipl. Kulturwissenschaftlerin)Uni-HH Gender Projekt Seminar
Queere Theorie, aktivistische Bewegungen und der Menschenrechtsdiskurs
Antke Engel (Institut für Queer Theory)
november 2006
Vortrag
Visualisierungsstrategien:
Potenziale und Konfliktfelder von Intersex und Transgender
Ulrike Hennecke und Ulrike Klöppel
Mi 01.11.2006, 19.00, Von-Melle-Park 6, Hörsaal F, Universität Hamburg
Kooperation mit Ringvorlesung "Jenseits der Geschlechtergrenzen" > mehr
> Doku "Queer und der Menschenrechtsdiskurs"
Visuelle Repräsentation
oktober 2006
Workshop
How sexy is queer cinema?
Skadi Loist / Antke Engel
Freitag 20. Okt., 15.00-17.30 Uhr
Filmhaus Hamburg, Friedensallee 7
Kooperation mit den Lesbisch-schwulen Filmtagen Hamburg (lsf) e.V.Wie wird Sexualität in queeren Filmen auf die Leinwand gebracht? Besteht ein Unterschied zwischen queeren und lgbti-Filmen? Oder trifft es generell zu, dass Abweichungen von der heterosexuellen Norm eher als soziale denn als sexuelle Praxis dargestellt werden? Queer stellt glatte, bruchlose Identitäten in Frage. Ist Sexualität diesbezüglich besonders gut geeignet? Oder reproduzieren auch queere Filme Stereotypen: die passive, weibliche Höhlung, die darauf wartet, gefüllt zu werden; den exotisierten Schwarzen Körper als Versprechen ungezügelter Sexualität; Androgynie als Inbegriff ganzheitlicher Harmonie? In manchen Filmen geht es auf den ersten Blick gar nicht um Sexualität. Aber muss queer unbedingt mit Sex assoziiert werden? Und was heißt Sex? Kann Sex auch durch abstrakte Formen, durch Symbole, durch Erzählweisen zum Ausdruck gebracht werden? Oder wird queer dann zu einer rein ästhetischen Kategorie der Uneindeutigkeit oder Veruneindeutigung? Vielleicht entstehen aber gerade durch die Formen der Darstellung neue Ideen davon, was Sexualität sein könnte und wofür sich zu kämpfen lohnt? Diesen Fragen möchten wir mit euch anhand einer Auswahl von Kurzfilmen nachgehen. Skadi Loist (Filmwissenschaftlerin, Uni Frankfurt/M.) Antke Engel (Institut für Queer Theory)
sommer 2006
Eröffnung
april 2006
Vortrag 12. April 2006
The New Homonormativity: The Sexual Politics of Neoliberalism
Lisa Duggan (NYU, New York)
Universität Hamburg, Edmund-Siemers-Allee 1, Hörssal BEmpfang & Party
Angel's Delight: troubling queer
Donnerstag 13. April 2006, Prinzenbar (St. Pauli)
