2008

Sexualität und Ökonomie

Arbeitsgruppe (Berlin), 2007-2010

Bestreben dieser Arbeitsgruppe ist es, Sexualität, Geschlecht und Ökonomie in ihrer Verflochtenheit zu durchdenken. Ausgangspunkt war die Frage, wie die Geschichte des Kapitalismus und des Sexualitätsdispositivs ineinander verzahnt sind. Vor diesem historischen Horizont widmen sich die Forscher*innen der Frage, wie queere Heteronormativitätskritik zur Kapitalismuskritik beitragen kann und welche alternativen Ökonomiemodelle und queeren Utopien denkbar sind. 2007 wurden im Rahmen eines zweitägigen Workshops diese Problemstellungen ausgiebig behandelt und die Diskussionsergebnisse der vorhergehenden Treffen gebündelt zusammengetragen.

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Queere Kritik neoliberaler Regierungsweisen und Ökonomie

Arbeitsgruppe (Hamburg/Bremen), 2006-2008.

Die Infragestellung der heterosexuellen Norm ruft diverse soziale und politische Abwehrreaktionen hervor. Nichtsdestotrotz lässt sich in spätmodernen Gesellschaften eine Pluralisierung geschlechtlicher und sexueller Existenzweisen beobachten. Inwiefern dienen neoliberale Allianzen mit sexuellen Lebensstilen und/oder sexualpolitischen Bewegungen dabei der Durchsetzung neuer Hierarchien und Normalisierungen? Die Arbeitsgruppe befasst sich mit der neoliberalen Individualisierungsanforderung in ihrer Doppeldeutigkeit als Versprechen und Zwang. Es wird nach aktuellen Formen des Zwangs gefragt, die das Verhältnis von Sexualität und Ökonomie bestimmen. Wie bindet die Prekarisierung von Arbeits- und Lebensverhältnissen das Sexuelle ein und verknüpft es mit anderen Formen sozialer Differenzierung?

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GeoCultures & Panic: Perverted

Irit Rogoff und Ana Hoffner
Vortrag und Performance, Berlin ICI, 24. November 2008

Die Begegnung zwischen GeoCultures: Circuits of Art and Globalisation (Irit Rogoff) und Panic: Perverted (Ana Hoffner) stellt ein Experiment dar. Erprobt werden soll, was passiert, wenn das Thema der globalen Migration von Körpern und Bildern zugleich künstlerisch, in diesem Falle durch Anas performance, und akademisch, nämlich durch Irits Vortrag, angegangen wird. Inwiefern inspirieren sie sich gegenseitig? Welche Rolle kommt dem Publikum hierbei zu?

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Feminismus
– Staatsaufgabe? Wirtschaftsfaktor? Revolte?

Panel-Diskussion, Workshop, Radialsystem, Berlin, 8. August 2008

Feminismus ist von der offiziellen Politik entdeckt worden – nunmehr bestimmt durch Wahlkampf-Strategien, globale Ökonomie und akademische Karriereplanung. Findet dies seine Grenzen dort, wo nicht nur Gleichstellung von Mann und Frau gefordert, sondern die Idee der Geschlechterbinarität in Frage gestellt wird? Was heißt es für den Staatsfeminismus, wenn Aktivist*innen darauf beharren, dass Geschlechterverhältnisse mehr als zwei Gender kennen (sollten) und Gender sich zudem im Wechselspiel mit anderen Prozessen sozialer Differenzierung wie Erziehung, Postkolonialismus, Rassismus, Prekarisierung und Globalisierung sowie Heteronormativität vollzieht?

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