leitung des instituts
kurzbiographie
Dr. Antke Engel ist Philosophin und Queer Theoretikerin mit Arbeitsschwerpunkten in feministischer und poststrukturalistischer Theoriebildung, Sexualitäts- und Begehrenstheorien sowie Repräsentationskritik. Sie hat 2001 an der Universität Potsdam mit einer Arbeit zu queerer Politik der Repräsentation und der Strategie der VerUneindeutigung promoviert.
Zwischen 2002 und 2005 war sie als Vertretungs- bzw. Gastprofessorin für Queer Theory an der Universität Hamburg tätig. In dieser Zeit hat sie drei internationale Workshops organisiert, in denen der queer theoretische und politische Austausch in Europa und insbesondere mit osteuropäischen WissenschaftlerInnen gesucht wurde. Neben zahlreichen Lehraufträgen und einer ausgiebigen Vortragstätigkeit war sie immer auch publizistisch sowie kultur- und bewegungspolitisch aktiv.
Als Research Fellow am Institute for Cuktural Inquiry (ici-Berlin) 2007-2009 hat sie zum Zusammenhang von neoliberaler Ökonomie und der Diversifizierung geschlechltlicher und sexueller Lebensformen gearbeitet, was in die Buchpublikation "Bilder von Sexualität und Ökonomie" gemündet ist.
Antke Engel vertritt eine Verflechtung sozial- und kulturwissenschaftlicher Ansätze und betont die Vereinbarkeit gesellschaftlicher Macht- und Herrschaftskritik mit dekonstruktiven Ansätzen. Ihr besonderes Interesse gilt kulturellen Repräsentationsformen, insbesondere visuellen Darstellungen in Medien, Film und Kunst sowie der Frage, wie sich hier queere Transformationen vollziehen.
arbeitsschwerpunkte
Queer Theory und Heteronormativitätskritik, Feminismus und Gender Studies, Poststrukturalistische Theorie, Repräsentationskritik, Politische Philosophie, Kulturtheorie sowie die Ansätze von Judith Butler, Teresa de Lauretis, Michel Foucault.
monographien
Bilder von Sexualität und Ökonomie. Queere kulturelle Politiken im Neoliberalismus, Bielefeld (transcript), 2009
Wider die Eindeutigkeit: Sexualität und Geschlecht im Fokus queerer Politik der Repräsentation, Frankfurt/M. (campus) 2002
veröffentlichungen (auswahl)
How to Queer Things with Images? Von der Phantasielosigkeit der Performativität und der Bildlichkeit des Begehrens / How to Queer Things with Images: On the lack of fantasy in performativity and the imaginativeness of desire, in: Paul, Barbara / Schaffer, Johanna (eds): Mehr(wert) Queer. Queer Added (Value). Visuelle Kultur, Kunst und Gender-Politiken Visual Culture, Art, and Gender Politics, Bielefeld (transcript) 2009 (forthcoming)
Geschlecht und Sexualität. Jenseits von Zweigeschlechtlichkeit und Heteronormativität, in: Moebius, Stephan / Reckwitz, Andreas (ed.): Poststrukturalistische Sozialwissenschaft, Frankfurt/M. (Suhrkamp) 2008: 330-346
Traveling Images. Desire as Movement. Desire as Method, in: Basiuk, Tomasz / Ferens, Dominika / Sikora, Tomasz (eds.): Parameters of Desire, Cambridge (Cambridge Scholars Press) 2006: 13-24
Die Verschränkung von Sexualität und Ökonomie. Subjektkonstituierung unter neoliberalen Vorzeichen, in: Ernst, Waltraud (Hg.): Leben und Wirtschaften Geschlechterkonstruktionen durch Arbeit, Münster (LIT) 2005: 136-152
Für einen Dialog ohne gemeinsame Grundlage, in: Bader, Simone / Schmeiser, Jo (Hg.): Things. Places. Years, Wien (Studienverlag) 2005: 369-387
Entschiedene Interventionen in der Unentscheidbarkeit. Von queerer Identitätskritik zur VerUneindeutigung als Methode, in: Harders, Cilia / Kahlert, Heike / Schindler, Delia (Hg.): Forschungsfeld Politik, Wiesbaden (VS Verlag) 2005: 261-284
femina politica. Zeitschrift für feministische Politikwissenschaft: Queere Politik: Analysen, Kritik, Perspektiven, 14 (1) 2005 (Hrsg. zus. mit Nina Schulz und Juliette Wedl)
Wie regiert die Sexualität? Michel Foucaults Konzept der Gouvernementalität im Kontext queer/feministischer Theoriebildung, in: Guttiérez Rodríguez, Encarnación / Pieper, Marianne (eds.): Gouvernementalität. Eine sozialwissenschaftliche Debatte im Anschluss an Foucault, Frankfurt/M (Campus) 2003: 224-239
