aktivitäten

Das Institut für Queer Theory entfaltet Aktivitäten im Feld der Forschung, der Öffentlichkeitsarbeit und Vermittlung sowie des internationalen Austauschs. Unter der Rubrik "aktivitäten" finden sich Dokumentationen bisheriger Veranstaltungen und Projekte, ein Terminkalender, der die aktuellen Planungen für die kommenden Monate präsentiert, ein Überblick über bestehende wissenschaftliche Arbeitsgruppen sowie ein Ausblick auf künftige Veranstaltungen, der sich aus den aktuellen Projekten und Kooperationen erschließen lässt. > newsletter bestellen

projekte / kooperationen

Queer Salon Berlin

Der Queer Salon ist ein monatliches Event, das durch verschiedene Formen des Miteinander-Tuns das Spektrum queer-politischer Positionen auszuloten trachtet. Im Anschluss gibt es jeweils in gepflegt-frivoler Atmosphäre bei Snacks und inspirierenden Getränken zu moderaten Preisen Zeit und Raum für Gespräche – möglichst auch, um in wechselnden Konstellationen gemeinsame Ideen - für weitere Salons oder sonstige Praxis - auszuhecken.

Wenn queer weder einheitlich ist, noch sich fixieren lässt, wo ist dann der Ort, wo das Vielfältige und Bewegte aufeinander trifft? Und wie wird es produktiv, provokativ, politisch? Wir möchten so einen Ort schaffen, der Leute in Kontakt zu bringt, die sich sonst nicht begegnen, und die gemeinsam Machtverhältnisse verhandeln und verändern. Einen Ort, der von unterschiedlichen Menschen und Communities genutzt wird, die queer als Möglichkeit ansehen, Differenzen auf unterschiedliche Weise und diverse Formen von Differenz in ihrer Unterschiedlichkeit zum Ausdruck zu bringen. Wir wollen uns nicht allein auf Sprache oder das klassische Format der Polit-Diskussion verlassen, sondern Formen der thematischen Auseinandersetzung finden, die auf geteilte Praxen setzen.

Initiiert von Antke Engel & Volker Woltersdorff alias Lore Logorrhöe, umgesetzt von wechselnden, offenen Vorbereitungskomitees - bisher mit mit Katja Abel, Arnika Fuhrmann, Sun-ju Choi, Eva v. Redecker und Koray Yilmaz-Günay, Jess Dorrance, Jule Jakob Hesseler, Romyrosa (Alex).

1. Berliner Queer Salon: Queer-politisches Speed-Dating

Do 30.07.2009, 20 Uhr, WIRR-WARR, Dieffenbachstraße 36

2. Berliner Queer Salon: Antirassistisch Küssen? Wie lässt sich der Kampf gegen Homophobie und Rassismus gleichzeitig statt gegeneinander führen?
Do 20.08.2009, 20 Uhr, WIRR-WARR, Dieffenbachstraße 36

3. Berliner Queer Salon: Luminous People:
Queerness in den Filmen von Apichatpong Weerasethakul
Do 17.09.2009, 20h, Basso. Köpenikerstr. 187/188

4. Berliner Queer Salon: Queer Intersectional Role Play – Neue Lebensgeschichten erfinden und ausloten, wie sich Privilegien und Benachteiligungen, die sich aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Zugehörigkeiten ergeben, abschaffen ließen.
Do 15.10.2009, 20 Uhr, Mittenmang, Lenaustr. 12

5. Berliner Queer Salon: Asian Affairs. Queer Asian Film Salon - vier kurze Dokumentar- und experimentelle Essayfilme, die von queerem transnationalem Asiatischsein erzählen. > Ankündigung
Do 21.01.2010, 20 Uhr, Werkstatt, Adalbertstr. 71, Hinterhaus rechts

6. Berliner Queer Salon: dicker als blut? Queere Generationen-Bildung ohne Verwandtschaft
Do 18.02.2010, 20 Uhr, Werkstatt, Adalbertstr. 71, Hinterhaus rechts

7. Berliner Queer Salon: Identitätswechsel mit tagespolitischem Überraschungseffekt
Do 18.03.2010, 20 Uhr, Werkstatt, Adalbertstr. 71, Hinterhaus rechts

8. Berliner Queer Salon: oh economy, up yours! ein > Filmprogramm
Do 15.04.2010, 20 Uhr, Werkstatt, Adalbertstr. 71, Hinterhaus rechts

9. Berliner Queer Salon: Beziehungsformen jenseits von Heteronormativität und Szenestress
Do 18.02.2010, 20 Uhr, Werkstatt, Adalbertstr. 71, Hinterhaus rechts

10. Berliner Queer Salon: how to queer things with words?
Do 18.02.2010, 20 Uhr, Werkstatt, Adalbertstr. 71, Hinterhaus rechts

Bossing Images

Veranstaltungsreihe ab Sommer/Herbst 2010 (Berlin)
kuratiert von Jess Dorrance, Antke Engel und Renate Lorenz

The relationship between viewers and images has always been one that is a little bit bossy. Subjects boss the image around to serve ideological goals or desires; images boss subjects around, for instance by suggesting they conform to hetero norms; images and subjects engage in elicit transgressions of boss/non-boss relationships through mutual desire. The idea of this series of events would be to look at the social field of images and subjects as one that is structured by ongoing, dynamic attempts to boss each other around. This bossiness is hierarchical and saturated by power and desire – and always includes moments of failure; as with any “work relationship,” the boss can never fully control the employee, there are always paths for subversion, wasting company time etc..

Rather than simply asking who’s the boss, this series of events in an attempt to surface how the dynamic, hierarchical relationships between images and subjects (ones that are saturated with power and desire) are established, developed and managed. It also seeks to ask what are their aporias and underlying assumptions and where are sites within them that can be used as bases for resistance. Each of the five public events will bring together an artist, an artistic production, a theoretician and an audience – in constellations that will change over the course of the series – in order to work on different aspects of these questions. In experimenting on how these actors work together, we are interested in challenging the role that curation plays in bossing images and in developing curatorial formats that could trigger, at very the least, more nuanced considerations of the bossing dynamic.

By invoking the term “boss,” we wish to highlight the question of power relations and their variability (as well as other valences of bossiness, such as the economy and S&M practices). The events will focus specifically on images that engage with issues of “normality,” either by enforcing or resisting it: How do images of ambiguous genders, queer desire, hybrid cultural affinities or unusual physical properties relate to questions of bossing images and can queer or queer-theoretical and political perspectives be especially useful in thinking about and acting in this field of bossiness?

forschungsgruppen

Queer/ing Visuelle Kultur (deutschsprachig, 2-3 Mal pro Jahr)

Die Arbeitsgruppe setzt sich kritisch damit auseinander, wie die Regimes der Sichtbarkeit und der Repräsentation normativ heterosexuelle und rigide zweigeschlechtliche Verhältnisse absichern.  Vor allem aber interessiert uns, ob und wie queere visuelle Praxis dazu beiträgt, neue Bilder von Geschlecht und Sexualität zu erfinden.  In welcher Weise unterlaufen diese sexuelle Normen und damit verknüpfte Hierarchiebildungen?  Kommt der Bildlichkeit hierbei eine besondere Rolle zu?  Und inwiefern lässt sich visuelle Kultur als Modus der Transformation gesellschaftlicher Verhältnisse verstehen bzw. wie wird sie politisch?

Ökonomie und Begehren
(Berlin, im Aufbau)

Queer Theory und neoliberale Regierungsweisen / Queere Ökonomiekritik
(Hamburg/Bremen, 2006-2008, abgeschlossen)

Die Infragestellung der heterosexuellen Norm ruft weiterhin diverse soziale und politische Abwehrreaktionen hervor. Nichtsdestotrotz lässt sich in spätmodernen Gesellschaften eine Pluralisierung geschlechtlicher und sexueller Existenzweisen beobachten. Repräsentationen geschlechtlicher und sexueller Differenz finden sich in Alltagskultur, Medienöffentlichkeit und bis zu einem gewissen Grade auch in offizieller Politik. Was bedeutet es, diese neue „Offenheit“ auf dem Hintergrund neoliberaler Regierungsweisen und Produktionsverhältnisse zu analysieren? Inwiefern dienen neoliberale Allianzen mit sexuellen Lebensstilen und/oder sexualpolitischen Bewegungen der Durchsetzung neuer Hierarchien und Normalisierungen? In der Arbeitsgruppe befassen wir uns mit der neoliberalen Individualisierungsanforderung in ihrer Doppeldeutigkeit als Versprechen und Zwang. Wir fragen nach den aktuellen Formen, die das Verhältnis von Sexualität und Ökonomie bestimmen, und danach wie die Prekarisierung von Arbeits- und Lebensverhältnissen das Sexuelle einbindet und mit anderen Formen sozialer Differenzierung verknüpft.

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Kontakt: mail(at)queer-institut.de

kooperationen

Centre of Excellence in Political Thought and Conceptual Change
Arbeitsgruppe
Politics of Philosophy and Gender (PPhiG)
Leitung: Prof. Dr. Tuija Pulkkinen
Gender Studies, Christina Institute, University of Helsinki, Finnland
Projekte
Queer and Representational Politics (Dr. Tuula Juvonen)
Politics of Decency (Dr. Antu Sorainen)

Zentrum Gender Studies (ZGS)
Universität Basel, Schweiz
Leitung: Prof. Dr. Andrea Maihofer

SFB Kulturen des Performativen
Freie Universität Berlin
Projekt
Prekarisiserung sexueller und geschlechtlicher Identitäten
Kooperationspartner: Dr. Volker Woltersdorff, Dr. Renate Lorenz

Institute for Cultural Inquiry / Kulturlabor (ICI Berlin)
Leitung: Dr. Dr. Christoph Holzhey

Bildwechsel - dachverband frauen / medien / kultur
www.bildwechsel.org

projekte

Multi-Format
Zu Queeren: Visuelle Kulturen / Visuelle Politiken

Bossing Images
Veranstaltungsreihe ab Sommer/Herbst 2010 (Berlin)
kuratiert von Jess Dorrance, Antke Engel und Renate Lorenz

forschungsgruppe (s. o. )
Queer/ing Visuelle Kultur

gemeinsam bilder lesen
Bilder Lesen / Bilder Queeren (im Aufbau)

vortragsreihe
Visuelle Kulturen / Visuelle Politiken
erstmals: Montag 24.11. 2008, 19:30
ICI/Kulturlabor, Christinenstr. 18/19 (Pfefferberg Haus 8).

Irit Rogoff (Professor for Visual Cultures, Goldsmiths, University of London)
GeoCultures: Circuits of Art and Globalisation
eingeleitet durch eine performance von Ana Hoffner Panic: Perverted

Buch-Herausgabe
Hegemony and Heteronormativity.
Revisting "the Political" in Queer Politics

Marìa do Mar Castro Varela (Politikwissenschaftlerin, ASFH Berlin)
Nikita Dhawan (Philosophin, Universität Frankfurt/M.)
Antke Engel (Philosophin, Institut für Queer Theory)
vorauss. Erscheinen: Winter 2010 (Ashgate)

Multi-Format
Sexualität und Ökonomie

Buch
Antke Engel: Bilder von Sexualität und Ökonomie
Queere kulturelle Politiken im Neoliberalismus

Bielefeld: transcript, 2009

Arbeitsgruppe
Sex, Gender, Wirtschaft. Queere Perspektiven auf Ökonomie

initiiert von Katharina Pühl und Antke Engel
im Rahmen des Workshops
„Regieren von Geschlechterverhältnissen /Critical Governance Studies"
16.-18.Mai 2008, Uni Wien, Institut für Politikwissenschaft

Konferenz
Desiring Just Economies / Just Economies of Desire
Volker Woltersdorff (FUBerlin, SFB Kulturen des Performativen)
Nikita Dhawan (Uni Frankfurt/M.; „Herausbildung normativer Ordnungen")
Christoph Holzhey (ICI Berlin)
Antke Engel (Institut für Queer Theory)
24.-26 Juni 2010

Multi-Format
Queer und der Menschenrechtsdiskurs
- eine skeptische Annäherung
mit Blick auf Transgender- und Intersex-Politiken

in Kooperation mit der AG 1-0-1 intersex, Berlin
(Ulrike Hennecke, Ulrike Klöppel, Ins A Kromminga,
Rett Rossi, Karen Scheper de Aguirre); Susanne Krasmann (Inst. für kriminol. Sozialwissenschaft, Uni Hamburg); Galerie Helga Broll (Hamburg/Basel); bildwechsel (Hamburg) und Studierenden der Queer und Gender Studies (Uni Hamburg)

2006/2007 (abgeschlossen)

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