2010

Sexualität und Ökonomie

Arbeitsgruppe (Berlin), 2007-2010

Bestreben dieser Arbeitsgruppe ist es, Sexualität, Geschlecht und Ökonomie in ihrer Verflochtenheit zu durchdenken. Ausgangspunkt war die Frage, wie die Geschichte des Kapitalismus und des Sexualitätsdispositivs ineinander verzahnt sind. Vor diesem historischen Horizont widmen sich die Forscher*innen der Frage, wie queere Heteronormativitätskritik zur Kapitalismuskritik beitragen kann und welche alternativen Ökonomiemodelle und queeren Utopien denkbar sind. 2007 wurden im Rahmen eines zweitägigen Workshops diese Problemstellungen ausgiebig behandelt und die Diskussionsergebnisse der vorhergehenden Treffen gebündelt zusammengetragen.

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queer salon berlin

diverse Orte, Berlin. 2010-2014

Wenn queer weder einheitlich ist, noch sich fixieren lässt, wo ist dann der Ort, an dem das Vielfältige und Bewegte aufeinandertrifft? Und wie wird es produktiv, provokativ, politisch? Der Queer Salon ist ein monatliches Event-Format, das durch verschiedene Formen des Miteinander-Tuns das Spektrum queer-politischer Positionen auszuloten trachtet. Wechselnde Orte erlauben es, themenspezifisch, Machtverhältnisse anzugehen und gemeinsam zu verändern, um Differenzen auf unterschiedliche Weise und in ihren unterschiedlichen Formen zum Ausdruck zu bringen. Eine gepflegt-frivole Atmosphäre ersetzt das klassische Format der Polit-Diskussion.

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Desiring Just Economies / Just Economies of Desire

Konferenz, ICI,Berlin, 24.–26. Juni 2010

Auf der Konferenz wurde danach gefragt, wie Begehren aktuelle Ökonomien aufrecht erhält, jedoch auch das Potenzial birgt, neue Formen des Wirtschaftens oder des Verstehens von Ökonomie zu inspirieren. Kernvorschlag war, dass Begehren als methodischer Ansatz Zugänge eröffnet, um sowohl die sexuellen Dimensionen der Ökonomie als auch die ökonomischen Dimensionen der Sexualität zu untersuchen. Die inspirierenden Diskussionen der Konferenz sind eingeflossen in die 2015 publizierte Aufsatzsammlung Global Justice and Desire: Queering Economy, die Dank der Reflexionen im Nachklang der Konferenz den methodisch-konzeptionellen Blick auf das Begehren um die Perspektive umfassender sozialer und sexueller Gerechtigkeit erweitert.

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