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Antke Engel (Leitung)

Antke Engel ist promovierte Philosophin, feministische Queer Theoretikerin und freiberuflich in Wissenschaft, Beratung und Kulturproduktion tätig. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Sexualitäts- und Begehrenstheorien, queer/ing art und visuelle Kultur, interdependente Macht- und Herrschaftskritik sowie postrukturalistische Philosophie. Sie hat 2001 an der Universität Potsdam mit einer Arbeit zu queerer Politik der Repräsentation und der Strategie der VerUneindeutigung promoviert. 2006 hat sie das Institut für Queer Theory gegründet, dessen Leitung sie seitdem innehat.

Sie war Gastprofessorin für Queer Studies an der Universität Hamburg (2003/2005), der Universität Wien (2011), der Alice Salomon Hochschule Berlin (2016). 2007-2009 war sie  Research Fellow am Institute for Cultural Inquiry (ICI-Berlin). Ihre dortige Forschung zum Zusammenhang von neoliberaler Ökonomie und der Diversifizierung geschlechltlicher und sexueller Lebensformen ist in die Buchpublikation Bilder von Sexualität und Ökonomie (2009), die Herausgabe von Hegemony and Heteronormativity (2011, gemeinsam mit Maria do Mar Castro Varela und Nikita Dhawan) sowie die Organisation der internationalen Konferenz Desiring Just Economies / Just Economies of Desire (gemeinsam mit Nikita Dhawan, Christoph Holzhey und Volker Woltersdorff) gemündet. In Kooperation mit dem ICI-Berlin hat sie außerdem den Diskussionsabend The Power of Tolerance sowie die Vortragsreihen The Subtle Racializations of Sexuality: Queer Theory, the Aftermath of Colonial History, and the Late-Modern State und Desire’s Multiplicity and Serendipity organisiert.

Antke Engel hat besonderes Interesse am Experimentieren mit Veranstaltungsformaten: Bei drei internationalen Workshops (2003-2005) wurde nach partizipatorischen und enthierarchisierenden Kommunikationsformen gesucht, die den queer-theoretischen und politischen Austausch in Europa, insbesondere mit osteuropäischen WissenschaftlerInnen befördern sollten. Der Queer Salon (2009/10) wurde entworfen als ein Ort, an dem das Vielfältige und Bewegte aufeinander treffen. 2012 hat Antke Engel zusammen mit Jess Dorrance an der NGbK Berlin die Veranstaltungsreihe Bossing Images. Die Macht der Bilder, Queere Kunst und Politik gestartet.

Neben zahlreichen Lehraufträgen und einer ausgiebigen Vortragstätigkeit war Antke Engel immer auch publizistisch sowie kultur- und bewegungspolitisch aktiv, seit 2010 zudem mit dem Konzept Queerversity in der Politikberatung. Sie vertritt eine Verflechtung sozial- und kulturwissenschaftlicher Ansätze und betont die Vereinbarkeit gesellschaftlicher Macht- und Herrschaftskritik mit dekonstruktiven Ansätzen. Ihr besonderes Interesse gilt kulturellen Repräsentationsformen, insbesondere visuellen Darstellungen in Medien, Film und Kunst sowie der Frage, wie sich hier queere Transformationen vollziehen.

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Bini Adamczak

Bini Adamczak ist das unstete Bündnis zänkischer Gespenster (bspw. dekonstruktivistischer Feminismen und orthodoxer Wertkritik), unerwünschter Erbschaften und nächtlicher Reproduktionsläufe. Sie arbeitet unter anderem als Autorin (Kommunismus für Kinder, Münster 2004/2010; Gestern Morgen, Munster 2007/2011; Theorie der polysexuellen Okonomie, Frankfurt a. M. 2005), Performerin (mit Andcompany&Co – Little red, Amsterdam 2006; Eurocommunist Correspondence Commitee, Brüssel, 2007, Timerepublic, Graz 2007) und bildende Kunstlerin (Perverser Universalismus, Wien 2006; 13 Ways Not to Be Meant, Wien 2011, Mirrors & Masks, Oslo 2012). Sie hat an der Goethe Universität in Frankfurt Main 2015 unter dem Titel ” Das Geschlecht der Revolution. Eine queerfeministische Analyse der sozialen Tranformationsprozesse in den Revolutionssequenzen 1917 und 1968″ promoviert.
Innerhalb des Queer Instituts ist sie seit 2008 Teil der Arbeitsgruppe „Queerfeministische Ökonomiekritik“.

Jess Dorrance

Jess Dorrance ist Autorin, Kuratorin und Aktivistin. Sie interessiert sich für die Verwobenheiten feministischer, anti-rassistischer und queerer Politik sowie visueller Kultur. 2014 hat sie ihren MA in Kunstgeschichte mit einer Arbeit zu queerer Visualität, Repräsentation und Traumaan der McGill University (Montreal) erhalten. Augenblicklich arbeitet sie an ihrer Promotion in Performance Studies an der University of California, Berkeley.  Seit 2008 ist sie im Institut für Queer Theory aktiv.

Während ihrer* Zeit in Berlin (2008-2012) hat sie sowohl das Alltagsgeschenen als auch die inhaltlich-konzeptionelle Arbeit unterstützt: Unter anderem hat sie die Veranstaltung “Geocultures & Panic: Perverted” (2008), die Tagung “Queer Futurities – today” (2009) und den Workshop “The Sexual Politics of Utopia” (2009) mit organisiert sowie die Kurzfilmprogramme  „Oh Economy, Up Yours” (Berlin 2010) und “Against the Grain. Utopic Visions That Can’t be Stopped” (Berlin 2009) zusammengestellt. Seit 2011 kuratiert sie zusammen mit Antke Engel die Veransatltungsreihe Bossing Images. Die Macht der Bilder, queere Kunst und Politik und hat das Buch Bossing Images (NGBK, 2012) mit konzipiert und redaktionell betreut.

Jule Jakob Govrin

Jule Jakob Govrin lebt und arbeitet als Philosophin, Queertheoretikerin und  Literaturwissenschaftlerin in Berlin. Ihre* Forschungsfelder sind Begehrenstheorien, Körperphilosophien, poststrukturalistische Sprach- und Machttheorien, feministische Philosophien, Literaturtheorie. Nach dem Studium der Philosophie, der Komparatistik und der Französischen Philologie an der FU Berlin und Paris VIII arbeitet sie* gegenwärtig an dem Promotionsprojekt Aufbegehren und Begierden. Begehrensökonomien in philosophischer und poetologischer Perspektive.

Sie* ist mit der Vorbereitung der Konferenz Desiring Just Economies / Just Economies of Desire (2010) ins Institut eingestiegen. Seit 2013 unterstützt sie Antke Engel aktiv in allen Dimensionen des Alltagsgeschehens und war maßgeblich an der Konzeption der Vortragsreihe Desire’s Multiplicity and Serendipity (2014/2015) beteiligt. 2016 hat sie* Lust an Komplexität und Irritation. 10 Jahre Institut für Queer Theory mit herausgegeben.

Ismael Ogando

Ismael Ogando ist Künstler und Publizist, organisiert kulturelle Veranstaltungen und befasst sich mit alternativen Archiv-Konzepten. Er hat Kunst und Sozialpsychologie an der Autonomen Universität Santa Domingo in der Dominikanischen Republik studiert. Mittlerweile lebt er in Berlin und ist Chefredakteur des Magazins GROUND: http://ground-magazine.com/NOW/. Zusammen mit Antke Engel hält er Workshops zu Queerer Ästhetik ab.