2015

lil BLK

Nic Kay
Nic Kay (Chicago) präsentiert Auszüge aus der Performance und hält einen performativen Vortrag. 24. Oktober 2015, Berlin-Kreuzberg

lil BLK ist eine experimentelle Soloperformance, beeinflusst von der schwul/queeren New Yorker Ballsaalkultur, Punkkonzerten, Butoh und Lobestanz. Zugleich ist es eine Geschichte über einen fairy boi, ein Gotteskind, ein kleines Schwarzes Mädchen, Performer und Aktivistin. Im Erkunden der theatralen Form spielt sich Nich Kay durch eine Reihe von biografischen Momenten, die mit Begehren ringen, und den Fallen darin, ein*e Schwarze*n Performer*in auf der Suche nach Freiheit auf der Bühne zu sein.

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Queere Ästhetik

Workshop
24. Oktober 2015, Berlin

Was macht das Queere queerer Ästhetik aus? Zeigt sie bestimmte Effekte? Nimmt sie bestimmte Formen an? Erwächst sie aus bestimmten künstlerischen Strategien? Wie verknüpfen sich Politik und Ästhetik? Anhand kurzer, provokativer Zitate und einer Auswahl künstlerischer Arbeiten inszeniert der Workshop einen Polylog zwischen Teilnehmenden und dem audio-visuell-intellektuell-affektivem Material. Wie entstehen Möglichkeiten, mittels kultureller Politiken in rassistische, sexistische, körper- und heteronormative sowie okzidentalistische Strukturen einzugreifen? Was heißt es, Gewaltgeschichten umzuarbeiten und Zukünftigkeit zu eröffnen?

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Kunst+Widerstand
Visuelle Akte, queere Interventionen und Aktivismus

Durch visuellen Aktivismus der Gewalt entgegentreten.
Öffentliche Präsentationen, Raumerweiterungshalle, Berlin-Friedrichshain, 17. Juli 2015

Wie beeinflussen geopolitische Bedingungen, historisches Erbe und persönliche Erfahrung queeren kulturellen Aktivismus und dessen Formen? Was versteht wer und warum als „widerständige Ästhetik“? Wie verbinden oder reiben sich ästhetische und politische Strategien? Anhand konkreter künstlerischer Arbeiten und mittels gemeinsamer Praxis werden unterschiedliche Formen ausgelotet, mittels derer künstlerischer Widerstand und visueller Aktivismus sexualisierte, gegenderte und rassifizierte Gewalt kontern.

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Das Sexuelle und die Queerness des Triebes

Teresa de Lauretis
Vortrag, Institute for Cultural Inquiry (ICI), Berlin, 2. Juli 2015
desire’s multiplicity and serendipity 8

Teresa de Lauretis erforscht die Frage, ob sich eine „queer figure of the drive“ denken lässt, welche kanonische Begehrensmodelle übersteigt. In ihrer Rekonzeptualisierung des Sexuellen, wie es Laplanche beschrieben hat, stellt sie einen Triebbegriff vor, der in seiner Ambivalenz und Opazität kulturell-normative Binaritäten unterwandert.

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Sex. Sag einfach nein

Leo Bersani
Vortrag, Institute for Cultural Inquiry (ICI), Berlin, 18. Juni 2015
desire’s multiplicity and serendipity 7

Leo Bersani zeigt in seiner Lektüre von Freud, Foucault und D. H. Lawrence auf, wie sich Räume des Intimen denken lassen, die nicht im Zeichen von unterdrücktem oder ausgelebtem sexuellem Begehren stehen, sondern in ihrer Heterotopie Subjektivierungen entgrenzen.

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rassisierte intimität ver_lernen

Workshop und Lesungen
é Rosi ich bin im Park, Berlin, 6. Juni 2015

Wenn wir von rassisierter Intimität sprechen, meinen wir auch Freundschaften sowie politische Kontexte, die von Nähe geprägt sind. Wir halten es für politisch interessant, uns mit solcher Intimität zu befassen; ebenso wie mit Versprechen, Wünschen, Befürchtungen und Ängsten, die mit den Verschränkungen von Rassisierung und Erotisierung einhergehen. Wie fließen Gewaltgeschichten sowie koloniale, rassistische und antisemitische, hetero- und körpernormative, homo- und transphobe Erbschaften in unser Wahrnehmen und Denken ein? Kurze Texte von Audre Lorde inspirieren die Diskussion.

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Neokoloniale Verhältnisse herausfordern
Queere und diasporische Formen des Ver_lernens

Workshop-Reihe
an diversen Orten in Berlin

Das Erbe kolonialer Macht und Herrschaft prägt heutige Gesellschaft. Es findet durchaus auch Wege in aktivistische, freundschaftliche und intime Beziehungen der queer-feministischen Bewegungen. In Workshops und mittels künstlerisch-kultureller Praxen wollen wir versuchen, unsere – je unterschiedliche – Einbindung in neokoloniale Muster zu verstehen und Formen rassisierter Intimität zu ver_lernen. Der Begriff des Ver_lernens verweist auf Gayatri Spivaks Ausdruck, „to unlearn our privileges“; wobei wir von einer komplexen Vielfalt der Privilegien und Diskriminierungen ausgehen.

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Begehren, Freundschaft und die Intimität des Schwarzen Atlantik

Serena Dankwa and Jafari Allen
Vorträge und Dialog, Do 28. Mai 2015, 19.30 ICI Berlin
desire’s multiplicity and serendipity 6

In ihrem Vortrag stellt Serena Dankwa ihre Studie über gleichgeschlechtliche Intimität zwischen Frauen in Ghana vor und Jafari S. Allen präsentiert seine Forschung zu transnationalem Schwarzem Begehren nach politischer Emanzipation. Im gemeinsamen Gespräch widmen sie sich postkolonialen Schauplätzen, an denen Begehren als (erotische) Kraft, Freundschaft und Intimität ausgehandelt wird.

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Gender, Gewalt und visueller Aktivismus

Workshop-Duo, Kapstadt, November 2014 / Berlin, Juli 2015

Das Projekt befasst sich mit Visualität, visueller Kultur und Kunst, um kritische Perspektiven auf sexualisierte und vergeschlechtlichte Gewalt zu erweitern. Welche Formen visuellen Aktivismus finden sich in queeren und feministischen Kontexten in Südafrika und Deutschland? Was bedeutet es, mittels Fotografie, Performance und Medienarbeit Formen normativer, symbolischer, psychischer und physischer Gewalt anzufechten? Gilt es Gewalt anzuklagen oder die Möglichkeitsbedingungen von Gewalt zu untergraben? Wie gehen Aktivist*innen mit der Schwierigkeit um, dass Bilder selbst gewaltsam wirken können?

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