2026 – 20 Jahre iQt
Warum braucht es heute – mehr denn je – ein Institut für Queer Theorie?
- weil Queer Theorie einen anerkennenden, hierarchiefreien Umgang mit Differenz fördert!
- weil Respekt für Unterschiede erlernt werden möchte!
- weil Queerversität (nicht Diversität) auch das wertschätzt, was sonst der Aufmerksamkeit entgeht!
Das iQt vermittelt Lust an Komplexität, Konfusion und Kontakt im Konflikt.
Dies hilft gegen vereinfachte Lösungen!
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Queerversität statt Diversität
Neuausrichtung von Antidiskriminierung und Empowerment
Ein Bericht zum Vortrag von Antke A. Engel beim Bundestreffen der AStA Queer-Referate
Fr. 24.05.2024 im Waldschlösschen:
Safer Spaces, Queerversität und trans*versale Gerechtigkeit (Antke A. Engel, 24.05.2024)
Geschlechtseintrag im Personenstandsrecht
Das iQt hat sich von Beginn an bezüglich queerer Politiken im Kontext der trans*, inter und nonbinären Bewegungen engagiert. Im Vorfeld des Selbstbestimmungsgesetzes (SBGG, seit 2024) ist in Kooperation mit dem Bündnis Selbstbestimmung Selbst Gemacht (SBSG) ein alternativer Gesetzentwurf entstanden, in den die langjährige Kritik an Pathologisierungsdiskuren, am TSG („Transsexuellengesetz“), an der medizinisch-juristischen Gewalt gegenüber intergeschlechtlichen Menschen sowie der rigiden Zwei-Geschlechter-Ordnung eingeflossen sind. In diesem Zusammenhang sind folgende Beiträge entstanden:
Kritischer Kommentar zu restriktiven Namenspolitiken, die durch bestimmte Standesämter in der Umsetzung des SBGG (Gesetz zur geschlechtlichen Selbstbestimmung) durchgesetzt werden. Namenspolitiken des Standesamts Berlin Neukölln (Antkek Engel, Finn Scholle, 24.07.2024)
iQt unterstützt die sechs Forderungen des BVT* für eine gelungene TSG-Nachfolgeregelung – wenngleich mit einem Zögern, weil … Kritisch-solidarische Unterstützung des BVT-Statements für eine TSG-Nachfolgeregelung (A. Engel, 28.04.2021)
News zum deutschen Personenstandsgesetz (PStG): 2019 wandelt sich die gesetzlich verordnete Zweigeschlechtlichkeit von einem Muss zu einem Kann. Jetzt sind auch ‚kein Eintrag‘ (x) oder ‚divers‘ (d), die so genannte Dritte Option, möglich. News zur Neuregelung des Geschlechtseintrags im deutschen Personenstandsgesetz (A. Engel, Juni 2019)
Konflikthafte Komplexität
Artikel zur Arbeitsweise des iQt
Konflikte stellen nicht notwendig ein Problem dar, sondern können als Impuls politischer Veränderung verstanden werden. Als Antwort auf den aggressiven Antipluralismus rechtspopulistischer Kräfte entwickelt dieser Artikel ein Modell queerer Konfliktpraxis, die Komplexität wertschätzt und verdeutlicht, dass Heterogenität in einer Weise lebbar ist, die Gewalt und Dominanzverhältnisse abbaut.
Am Beispiel zweier Veranstaltungen des iQt – Institut für Queer Theory in Berlin (Bossing Images 2012 mit Nana Adusei-Poco und Coco Fusco; Unlearning Racialized Intimacies 2015, mit Gail Lewis und Gloria Wekker) werden intersektionale Konflikte im Umgang mit Rassismus thematisiert und dafür plädiert, diese nicht vorschnell zu lösen, sondern zunächst wahrzunehmen und auszuhalten. Theorien, die Konflikte als Machtauseinandersetzungen und Anfechtung von Herrschaftsverhältnissen verstehen, werden genutzt, um queere Politik zu begründen, die konfliktfreudige Räume zwischen Antagonismus und Ambivalenz ausloten.
Antke Engel: Konflikthafte Komplexität – Konflikt als Impuls politischer Veränderung, in: Bargetz, Brigitte / Kreisky, Eva (Hg.): Dauerkämpfe: Feministische Zeitdiagnosen und Strategien, Frankfurt/Main (Campus) 2017: 251-261
Das ‚Caring‘ im Caring for Conflict
Das Besondere am Care– oder Sorge-Ansatz liegt darin, dass auch Gefühlsarbeit (affektive Arbeit) mit bedacht wird. Hier stellt sich ein erster Anknüpfungspunkt zu Caring for Conflict her, denn wenn wir uns um Konflikte sorgen, bzw. für Konflikte Sorge tragen, dann ist dies eine durchaus emotionale Angelegenheit. Doch welche Gefühle und wessen Gefühle (und affektiven Reaktionen) kommen im Umgang mit Konflikten zum Tragen? Entstehen auch hierbei Hierarchien? (Antke Engel, 2017)
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