2022

Antke Engel

13. Juni 2021

offene online-Treffen

Mi 01.06.2022 von 18:00 – 19:30 (in English)

Verzicht auf Erfassung des Geschlechts als Personenstand
// „Decertification: Abolishing Sex as Legal Category“

Online-Gespräch mit Prof. Davina Cooper (Kings College London und Leitung des Forschungsprojekts The Future of Legal Gender)

Angesichts aktueller politischer Schritte in Richtung Einführung eines „Selbstbestimmungsgesetzes“ (vgl. Gesetzentwurf 2020; Infoseite LSVD 2022) erweitern wir die Diskussion um die, ebenfalls bereits 2017 vom Bundesverfassungsgericht aufgeführte Alternative: „Verzicht auf Erfassung des Geschlechts als Personenstand“.   

Im Rahmen des von Davina Cooper geleiteten Forschungsprojekts The Future of Legal Gender, 2018-2022, wird diese Alternative für den Britischen Kontext unter der Überschrift Decertifitaction diskutiert. Wie die unten verlinkten Materialien zeigen, finden sich überzeugende Argumente für die Dezertifizierung – die Abschaffung von Geschlecht als Personenstand. Zugleich macht die Forschung deutlich, dass damit das rechtliche Engagement gegen Diskriminierung oder für rechtliche Maßnahmen zur Gleichstellung der  Geschlechter keineswegs gefährdet sind.

Im gemeinsamen Gespräch möchten wir herausarbeiten, was die UK-basierten Erkenntnisse für uns bedeuten und was hiesige Diskussionen und rechtliche Entwicklungen für Großbritannien bieten können. Vielleicht finden wir auch einen deutschen Begriff, der die Forderung nach Dezertifizierung plakativ auf den Punkt bringt?  

Antke_Antek Engel and Jan Jules Himme

Bitte anmelden: mail(at)queer-institut.de

Artikel zum Download:

Cooper, D. and Emerton, R. (2020). “Pulling the thread of decertification: What challenges are raised by the proposal to reform legal gender status?”, in: feminists@law 10(2)

Cooper, D. (2020).  “Taking Public Responsibility for Gender: When Personal Identity and Institutional Feminist Politics Meet“, in: feminists@law 10(2)

Wakefield, Lilly: Abolishing legal sex and gender comes with 10(2) feminists@lawmany, many pros, radical new report finds (Pink News, May 11, 2022)

Do 26.08.2021 von 18:00 – 20:00

Bedingungsloser Personenstandswechsel und bedingungslose Gesundheitsversorgung für alle

„Für alle“ aus dem breit gefächerten TIN*-Spektrum; für alle, die innerhalb dieses Spektrums eigene Wünsche und Bedarfe haben; für alle, weil wir Politik ohne Grenzkämpfe anvisieren.

Offene Fragen vom letzten Treffen:

Welche Vorteile hätte es Namensänderung und Personenstandswechsel voneinander zu entkoppeln?

Könnte/sollte aus den Forderungen „für alle“ auch der Slogan erwachsen: “Geschlechtsfreie Anrede für alle!” (sprich: die Anreden Herr und Frau abschaffen”)?

Außerdem soll es beim Treffen darum gehen, ob bzw. wie wir an der #unteilbar Demofür eine solidarische und gerechte Gesellschaft am 04. September teilnehmen und TIN*-Anliegen dort einbringen.

Andra Ian Minoa, Antke Antek Engel und Jan Jules Himme

Anmeldung erbeten: mail@queer-institut.de

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Mi 30.06.2021 von 18:00 – 20:00

Bedingungsloser Personenstandswechsel für alle

Worin liegen Möglichkeiten, Grenzen und Probleme der derzeitigen minderheitspolitischen Strategien im Zuge der anstehenden Änderung des Personenstandsrechts?

Was sind unsere politischen Visionen und konkreten Ziele? Wie ließe sich alternativ argumentieren? Könnte es nicht um einen bedingungslosen Personenstandswechsel für alle gehen – ohne dass Betroffenengruppen formuliert werden? Ist das Ziel, den staatlichen Geschlechtseintrag abzuschaffen, vom Tisch?

Welche Perspektiven sind vielversprechend und tragfähig, wenn es um feministisch-emanzipatorische Geschlechterpolitiken geht, die auch anti-rassistischen und inklusiven Ansprüchen gerecht werden? Inwiefern kann ein bedingungsloser Personenstandswechsel auch Beiträge für den Abbau von Diskriminierung und Hierarchien sowie für Chancengleichheit leisten?  

Dies ist eine Initiative, die an die Treffen von 2019/20 anknüpft: http://www.queer-institut.de/geschlechtseintrag-divers/

und je nach Interesse zu weiteren Themen (z.B. zu Möglichkeiten und Grenzen des Konzepts der Selbstbestimmung) fortgesetzt wird.

Bitte meldet euch an; wir verschicken dann einen Link für die digitale Teilnahme: mail@queer-institut.de

Antke Antek, Jan Jules, Andra