2011

Race and Queer Theory in the Age of Obama

Cathy Cohen
The Subtle Racializations of Sexuality 6
Vortrag 12. Juni 2012, 19.30, ICI-Berlin

Wandlungen in unserem Verständnis vom rassisierten Staat, wie z. B. in den USA in der Ära der Präsidentschaft Obamas, inspirieren sowohl Queer Theory als auch queere Politiken. Wie werde in den Arbeiten von Schwarzen Queertheoretiker*innen als Akademiker*innen und Aktivist*innen Politiken der Intimität reimaginiert? Wie wird race (in)direkt in Debatten über den Status des queeren Subjekts und dessen politischer Reichweite entwickelt?

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Rethinking Ethical Feminism and Sexual Politics through uBuntu

Drucilla Cornell
The Subtle Racializations of Sexuality 5
Vortrag 15. Mai 2012, 19.30, ICI-Berlin

Transnationaler Feminismus – sowohl die ethische Idee als auch der tatsächliche Kampf, um politische Bündnisse zu bilden – entsteht aus den schwierigsten und brenzligsten Streitpunkten darüber, was es heißt, tiefgreifende eurozentrische Machtasymmetrien in Frage zu stellen. Bündnisse – besonders, wenn sie sexuelle Politiken einbeziehen – fordern uns dazu auf, einige unserer meistgeschätzten feministischen Ideen – wie Freiheit und Gleichheit – zu überarbeiten, ohne diese Ideale aufzugeben. Um dies zu tun, untersucht Cornell die Potenziale von uBuntu, einer nicht-westlicher (südafrikanischen) Ethik.

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Encountering Sexual Aliens:
State Sovereignty and the Heteronormative Mechanism
at Work on the Margins of Taiwan

Antonia Chao
The Subtle Racializations of Sexuality 4
Vortrag, 24. April 2012, ICI Berlin

Der Vortrag basiert auf einer ethnografischen Forschung, die in den drei Kreuzungsplätzen der Staatsgrenzen von Taiwan durchgeführt wurde, und beleuchtet die Intersektionen zwischen Grenzkontrolle, Staatssouveränität, nationaler Zugehörigkeit und ‚perversen Sexualitäten‘. Der Fokus liegt auf drei Formen von Subjekten, die als sexuelle Aliens betrachten werden und deren trans-migratorische Akte das Prinzip der biologischen und heterosexuellen Reproduktion übertreten.

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Postracial Europe?
Minority Activism and the Queering of Ethnicity

Fatima El-Tayeb
The Subtle Racializations of Sexuality 3
Vortrag 14. November 2011, 19.30, ICI-Berlin

In ihrem Vortrag spürt El-Tayeb Formen von Rassisierung nach, die in sehr speziellen Konfigurationen von race, Religion, Kolonialismus, Sexualität, Nation und „Europäertum“ verwurzelt sind. Diese Konfiguration situierte rassisierte Gemeinschaften in einen „queeren“ Raum-Zeit-Konstellation, die wiederum als Quelle für translokale Widerstandsstrategien wirkt. Ein Fokus liegt auf dem raum-zeitlichen Queeren von Ethnizität durch eine neoliberale Restrukturierung der Stadt, in der die symbolische Inklusion der weißen LGBT-Gemeinschaft von der Exklusion von PoC und der Löschung von QPoC-Positionalität abhängt.

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On Not Becoming a National Part:
Willfulness as Political Art

Sara Ahmed
The Subtle Racializations of Sexuality 2
Vortrag, 27.11.2011, 19:30, ICI-Berlin

Der Vortrag denkt nationale Staatsbürgerschaft als Technologie des Wissens um. Dabei wird über den Eigenwillen als politische Kunst reflektierte – eine politische Kunst, die im Feld der anhalten Schwierigkeit handelt, sowohl über Rassismus als auch über Queer-of-Color-Aktivismus zu sprechen. Gemäß nationaler Staatsbürgerschaft muss der/die Möchtegern-Staatsbürger*in bereit sein, ihren Willen vom nationalen Willen abhängig zu machen. Der nationale Wille definiert sich hingegen als allgemeiner Wille.

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The Cost of Getting Better:
Ecologies of Race, Sex, and Disability

Jasbir Puar
The Subtle Racializations of Sexuality 1
Vortrag, ICI, Berlin, 7. Juni 2011

Gibt es ein Potenzial für affektive Konnektivitäten und Geselligkeiten, um neoliberale Stratifizierung umzudenken? Diskurse rund um queeren Suizid reproduzieren problematische Vorannahmen nicht nur über race, Klasse und Gender, sondern auch über körperliche Gesundheit, Schwächen und Stärken. Jasbir Puar verbindet diese mit Dan Savage’s „It Gets Better“-Kampagne.

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subtil? wie sexualität rassisiert wird

Teil der Reihe: The Subtle Racialization of Sexuality
Workshop am 23./24. April 2012, TrIQ, Berlin

Wie wird mit Sexualität Politik gemacht? … von Seiten des Staates, der queer-feministischen Bewegungen, in den Medien? Wie können politische Kämpfe gegen Homophobie, Hetero- und Körpernormativität sowie Rassismus produktiv ineinandergreifen? Ist „subtil“ der richtige Ausdruck, wenn Sexualpolitiken so häufig ihre Verwicklung mit Kolonial- und Migrationsgeschichte ignorieren? Der Workshop vertieft Diskussionen der Vortragsreihe „The Subtle Racialization of Sexuality“, indem Erfahrungen und Erkenntnisse aus Projektarbeit und Aktivismus eingebracht werden.

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The Subtle Racializations of Sexuality

Queer Theory, the Aftermath of Colonial History, and the Late Modern State
Vortragsreihe Juni 2011 – Juni 2012 am ICI-Berlin

Gender- und Sexualpolitiken dienen dem sich liberal verstehenden Westen neuerdings dazu, eine vermeintliche Progressivität zur Schau zu stellen. Mitunter findet dies Unterstützung von feministischen und LGBTI-Kreisen, ein Phänomen, das unter den Begriffen Homonormativität (Lisa Duggan) und Homonationalismus (Jasbir Puar) diskutiert wird. Solche – gewollten oder ungewollten – Allianzen befördern okzidentalistische und rassistische Überlegenheitsphantasien. Was bedeutet es, queere sexuelle Politiken zu entwickeln, die die Auswirkungen von Sklavenhandel, Kolonialgeschichte und rassistischen Migrationsregimen ernst nehmen? Wie lässt sich Aufmerksamkeit für die – manchmal subtilen – Rassisierungen der Sexualität gewinnen? Die Vortragsreihe legt den Fokus auf antirassistische, Queer of Color und/oder migrantische Perspektiven, die das sexuelle Imaginäre in westlichen Öffentlichkeiten und neoliberalen Staatspolitiken analysieren – und queere Gegen-Narrative entwerfen.

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