ver_körperungen


Was, wenn Subjektivität immer KörperSubjektivität ist? … das sich wandelnde, niemals abgeschlossene Ergebnis verkörperter biographischer Erfahrungen, die durch historische und geo-politische Machtbedingungen gerahmt sind. Normative Vorstellungen und Alltagsverstand, alltägliche Gewohnheiten oder ausgeklügelte Disziplinierungen prägen das Körpererleben und bestimmen, welche Körper als gesund und leistungsfähig gelten, als disziplinierbar oder disziplinierungsresistent, als entweder männlich oder weiblich wahrgenommen werden. Oder anders herum: Zweigeschlechtlichkeit, Gesundheit, Weißsein wirken als normative Ideale, deren Macht davon abhängt, dass sie verkörpert und gelebt werden.
Zugleich ist verkörperte Subjektivität auch ein Ausgangspunkt und Austragungsort des Widerstands. Widerstand, der sich aus Unstimmigkeiten zwischen Erwartung und Erfahrung nährt, im Scheitern an Idealen gründet oder als kreativer Eigensinn daherkommt. Genau deshalb, weil soziale Anforderungen an den Körper – gesund zu sein, schön zu sein, diszipliniert zu sein, eine kohärente Geschlechtsidentität auszubilden – derartig komplex und mitunter in sich widersprüchlich sind, können Spielräume entstehen, in denen sich körperliche Widerspenstigkeit entfalten kann. Wie können das Beharrungsvermögen oder der Veränderungsdrang von Körpern zur Ausbildung subkultureller Gegenwelten beitragen?
Die Herausforderung besteht darin, Verkörperungen zum Ausgangspunkt für die Untersuchung heteronormativer, rassistischer, antisemitischer, körpernormierender Dominanzverhältnisse nehmen. Welche alternativen Formen der Verkörperung entstehen aus Queer Crip Theory bzw. aus den Überlappungen zwischen kritischer Enthinderungs-/Befähigungsforschung und Queer Studies sowie dekolonialisierenden Strategien und selbstkritischem Weißsein?

JÜNGSTE VERANSTALTUNGEN
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Die Multilinguale Ausgabe

CFPAAR: Call for Papers, Art, and Reviewers einer Ausgabe von InterAlia. Journal of Queer Studies, herausgegeben von Anna T. und Antke A. Engel. Einige der Fragen lauten: Welche Sprachen, Dialekte, Register oder Codes verwendest Du, um Themen im Zusammenhang mit Lust, Begehren und Gemeinschaft zu kommunizieren? Was bedeutet es, wenn die erste Sprache von einer anderen, später erworbenen Sprache überschrieben wird? Welche Auswirkungen hat dies auf die Person und ihre Zugehörigkeiten? Wie wirkt sich die Sprache auf das Gefühl der Identität und Zugehörigkeit aus und welche Rolle spielen dabei Sichtbarkeiten und Undurchsichtigkeiten?

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Genug gewartet! Queer Theorie Videos

KÖRPER. FIGURATIONEN. WELTEN. Videovorführung + Q&A mit DGS. So 28.11.2021, Villa Neukölln (barrierefrei) 2G+. Wir freuen uns, endlich mit euch zusammen die Veröffentlichung der drei experimentellen „Erklärfilme“ zu feiern.

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Queer Theorie im Video-Format

Körper, Figurationen, Welten. Drei Videos zur Einführung in Queer Theorie. Am Fr 12.03.21, 16:30-18-30 präsentiert Antke. A. Engel zusammen mit Tali Tiller und Magda Wystub (Filmfetch) die Videos online im Rahmen der Gender Days der FernUni Hagen.

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Queer Modes of Endurance

Do 04.07.2019 talk and discussion Ferdiansyah Thajib: Queer Modes of Endurance Queer bodies and subjectivities are enduring hegemonic normative structures that are tenaciously in place. They (have to) stay with, withstand, live through and suffer impossible conditions.
In this talk, I wish to engage with the political potentials of endurance through the lens of my ethnographic study with Muslim queer communities in Indonesia, in which the question of “When does it become violence” is then transposed into an inquiry of what happens when violence endures?

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