Exodus, Constitution, and queer politics of laughter

Internationales Symposium, Berlin, 25./26. Juni 2016

Anliegen des Symposium ist es, über folgende Fragen zu diskutieren: Was ist der gegenwärtige Zustand und was sind die zukünftigen Ziele queerer Politik? Wie verhalten sich queere Politiken bezüglich gesellschaftlicher Fragen und befasen sich z.B. mit der ökonomischen Krise in Europa, gegenwärtigen Flüchtlingsolitiken, den Auswirkungen militärischer Auseinandersetzungen oder dem so genannten Krieg gegen den Terror? Und inwiefern müssen wir queere Politiken als Frage von kultureller Form und Modalitäten politischer Handlungsmacht denken anstelle eines Feldes, das nur durch seine Thematik definiert wird? In diesem Sinne lenken wir den Blick auf das subversive Potenzial, aber auch die tödlichen Konsequenzen des Lachens, um aktuelle Debatten über Karikatur und Zensur aufzunehmen, aber auch kritische Verbindungen zwischen politischer Modalität und den Ansprüchen von Rationalität und Souveränität aufzuzeigen.

(Beiträge und Diskussion auf Englisch)

politics_of_queer_laughter

Image by Beatrix Haddock

Das Symposium bringt Forscher_innen der verschieden Sozial- und Politikwissenschaften mit Künstler_innen und Geisteswissenschaftler_innen zusammen. Transdiziplinarität erlaubt es, gemeinsam Repräsentationskritik zu reflektieren und zu erörtern, wie diese in Kunst und Kulturtheorie als Paradigma entwickelt wurde, um das souveräne politische Subjekt zu subvertieren und damit soziale und politische Theorie in ihrer Auffassung von Handlungsmacht und Wandel herauszufordern. Zugleich fordert das Symposium Forscher_innen in den Geisteswissenschaften dazu auf, sich mit konkreten Fragen internationaler Politiken zu befassen. Zu guter Letzter lädt es zu einer philosophischen Diskussion über das Verständnis ‚des Politischen’ in queer-theoretischer Perspektive ein.

Mit eingeladenen Beiträgen von
Isabell Lorey: Debt, Gift, Exodus
Gin Müller: Queer humor and “penetrating” laughter as performative tools of resistance
Eva von Redecker: “Taking flight in leaps”: On the dynamics of social transformation

verschiedenen weiteren Positionen und Kommentaren
sowie:

Nana Adusei-Poku
When laughter reflects the past in the present
It seems there is not much to laugh about, when the Black body is under attack.
When Black queerness and gender variance poses a threat to a homogenous blackness.
Contemporary Black Queer Culture is filled with themes of mourning, practices of healing, loss and “dark” comedy.
What are the pitfalls of representation?
How to embrace a particularism, which acknowledges, that “we” can not all laugh at the same jokes?
This input aims to re-open questions of particularism and non-totalitarism by presenting hilarious meme’s, that spotlight the complexities of laughter.

Ankündigungstext des Symposiums

Konzept (pdf) > Programm (pdf)

Begrenzte Teilnehmer_innenzahl. Wir bitten um Anmeldung mit einem kurzen statement zu Motivaton und thematischem Interesse: mail(at)queer-institut.de

Leider sind keine weiteren Anmeldungen möglich. Auch die Warteliste mussten wir bereits schließen.

Gefördert durch die Deutsche ForschungsgemeinschaftDruck